Sexueller Kindesmissbrauch ist SEELENMORD

Wohin können sich Rat suchende oder betroffene Eltern und Mitbürger wenden? 

 
Informationen, Beratung und Hilfe werden sowohl von den Kinderschutzeinrichtungen, Erziehungs- und Familienberatungsstellen als auch von dem jeweils örtlichen Kreis- oder Stadtjugendamt angeboten.

Wichtige Anschriften beratender Einrichtungen zum Beispiel in Bayern können der Broschüre "Handeln statt Schweigen" entnommen werden. Diese Broschüre kann mit dem Adressenverzeichnis angefordert werden beim Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen, Winzererstraße 9, 80797 München. Rat suchende oder betroffene Eltern, die sich nicht an eine Beratungsstelle wenden wollen, können sich vertrauensvoll und auch anonym über das Elterntelefon informieren und beraten lassen. Dieses beim Kinderschutz- Zentrum angesiedelte, gebührenfreie Elterntelefon ist montags und mittwochs von 9.00 bis 11.00 Uhr und dienstags von 17.00 bis 19.00 Uhr unter der Rufnummer 0800 111 0 550 zu erreichen.


Rund um die Uhr erreichbar sind die evangelische und katholische Telefonseelsorge unter der Rufnummer


0800 111 0 111 bzw. 0800 111 0 222.


An diese Beratungsstellen können sich auch die Vertrauenspersonen betroffener Kinder und Jugendlicher oder besorgte Mitbürger wenden. Bei sexuellem Missbrauch sind die Kinder unabhängig von ihrem Alter auf das Wahrnehmen und auf die Mithilfe ihrer Umwelt angewiesen!!!!
Schutz und Hilfe für diese Minderjährigen hat auch das örtliche Kreis- oder Stadtjugendamt zu gewähren. Um gemeinsam an dem Ziel optimaler Hilfen zu arbeiten, errichteten viele Jugendämter einen Arbeitskreis, in dem alle örtlichen Stellen vertreten sind, die mit dem sexuellen Missbrauch von Minderjährigen befasst sind.
Die verbreitete Sorge, dass das Jugendamt den Eltern ihre Kinder "wegnimmt", ist unberechtigt. Eine Inobhutnahme des Kindes durch das Jugendamt ist nur in akuten Notsituationen zum Schutz des Minderjährigen möglich. Vorrangig stellt es sich die Aufgabe, die Eltern in ihrer Erziehungsfähigkeit zu stärken und ihnen Hilfen zur Erziehung anzubieten.
Bei einem bestätigten Verdacht des sexuellen Missbrauchs allerdings ist das Kind vor einem weiteren zu schützen. Bei einem außerfamiliären sexuellen Übergriff kann dieser Schutz unter Einbeziehung der Eltern, bei einem innerfamiliären Missbrauch unter Sicherstellung des Schutzes durch den nicht verdächtigen Elternteil gewährleistet sein. Im Rahmen des Gewaltschutz- und Kinderrechteverbesserungsgesetzes kann ein Elternteil beim Familiengericht einen Antrag auf notwendige Schutzmaßnahmen stellen. Dem Täter kann dann verboten werden Familienwohnung sich der Familienwohnung bis auf einen festzusetzenden Umkreis zu nähern, - bestimmte Orte aufzusuchen, an denen sich das Kind regelmäßig aufhält und - Kontakt mit dem Kind herbeizuführen.
Eine Inobhutnahme des Kindes sowie eine Entscheidung gegen den Willen der Eltern kann letztendlich nur durch das Familiengericht erfolgen. Auch das Gericht kann Maßnahmen, die mit einer Trennung des Kindes von der Familie verbunden sind, nur anordnen, wenn die Gefährdung nicht auf andere Weise beseitigt werden kann.
Sowohl das Jugendamt als auch das Familiengericht sind nicht zu einer Strafanzeige verpflichtet. Die Entscheidung für oder gegen eine Strafanzeige sollte in jedem Einzelfall im Hinblick auf das Kindeswohl getroffen werden. Dies bedeutet in der Regel: nicht gegen den Willen des Kindes.
 


Können sich Kinder oder Jugendliche selbst Hilfe holen? 

 


Hilfe suchende ältere Kinder und Jugendliche, sie sich keiner vertrauten Person öffnen können oder wollen, finden Information und Beratung unter der gebührenfreien "Nummer gegen Kummer" des Kinderschutzbunds,
Tel.: 0800 111 0 333 (Montag bis Freitag von 15.00 bis 19.00 Uhr)
 
Jedes Kind und jeder Jugendliche hat das Recht, sich in allen Angelegenheiten der Erziehung und Entwicklung an das Jugendamt zu wenden. Sie können dort auch ohne Kenntnis der Personensorgeberechtigten beraten werden, wenn die Beratung aufgrund einer Not- und Konfliktlage erforderlich ist.

 

 

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