Sexueller Kindesmissbrauch ist SEELENMORD

Die Opfer
                      
Opfer von sexueller Gewalt sind zum überwiegenden Teil Mädchen, jedoch sind auch Jungen davon betroffen. Die Täter scheuen manchmal nicht davor zurück, selbst Säuglinge und Kleinkinder sexuell auszubeuten. Sexueller Missbrauch wird oft ohne körperliche Gewaltanwendung ausgeübt, die Täter manipulieren ihre Opfer aufgrund ihrer Autoritätsstellung und ihres größeren Wissensspektrums.
Sie gehen dabei äußerst planvoll vor und beeinflussen die Kinder durch besondere Zuwendung, Tricks, Bestechung, Bedrohung und Geheimhaltungsdruck.
Sexueller Missbrauch reicht von lüsternen Blicken und Redensarten, Pornografie ansehen, das Geben von Zungenküssen über das Zwingen von Kindern, sich nackt zu zeigen, sich berühren zu lassen oder die Genitalien des Erwachsenen anzufassen bis hin zu Vaginal-, Oral- und Analverkehr und zu allen vorstellbaren und unvorstellbaren Sexualpraktiken.

Der/die Täter
       
Für die Täter steht bei einem sexuellen Missbrauch meist das Gefühl, Macht über andere zu spüren, im Vordergrund. Die Täter sind zu über 90% männlich, kommen aus allen Altersschichten und sind in allen gesellschaftlichen Gruppen zu finden. Einen Einheitstäter und bestimmte Muster in der Lebensgeschichte von Sexualstraftätern gibt es nicht.
Nach heutigen Erkenntnissen werden rund ein Drittel der Vergehen von jugendlichen Tätern begangen. Die Tat geschieht selten spontan, sondern ist von langer Hand geplant und wiederholt sich fast immer. Schon im Vorfeld wird eine enge Beziehung zum künftigen Opfer aufgebaut und das Vertrauen der Eltern oder der Mutter erschlichen. Oft handelt es sich bei den Tätern auch um Lebensgefährten der Mutter, meist Stiefväter.
Abweichende Familiensituationen sind häufig anzutreffen. Die Täter tun ihr bestes, um ein positives Bild von sich aufzubauen, während sie immer mehr Zeit mit dem Kind verbringen und seine Verhaltensweisen und Reaktionen genau studieren. Aufgrund des Altersunterschiedes können die Täter vielfältige Abhängigkeiten schaffen und das Opfer so zum Schweigen bringen.
Das Kind wird zur Geheimhaltung gezwungen. Innerhalb der Familie können Mütter und Geschwister zu Mitwissern werden, die oft aus Angst oder Scham wegschauen und den Täter gewähren lassen. Durch die enge Beziehung zum Täter sind die Kinder zwischen Liebe und Abscheu hin und her gerissen.
 
 

Pädophile
      

Wenn Medien von Pädophilen sprechen, meinen sie damit Täter, die Kinder sexuell belästigt haben oder mit anderen Fotos oder Filme von solchen Belästigungen austauschen. Der Begriff pädophil kommt aus dem Griechischen und bedeutet "Freundschaft zum Kind". Wissenschaftler nennen Menschen pädophil, deren sexuelle Wünsche sich ausschließlich oder überwiegend auf Kinder vor der Pubertät richten. Pädophile finden es erregend, Kinder zu beobachten. Sie wollen Kinder küssen, streicheln und anfassen. Häufig verlieben sich Pädophile in Kinder und träumen dann sogar von einer Beziehung. So lange diese Liebe nur in Gedanken besteht, ist sie Privatsache. Wenn ein Erwachsener diese Wünsche aber umsetzt, macht er sich strafbar, egal, ob Gewalt dabei im Spiel ist oder nicht. Es wird geschätzt, dass in Deutschland etwa ein Prozent der Bevölkerung, pädophile Neigungen hat. Es sind fast ausschließlich Männer, die sich entweder zu kleinen Mädchen oder Jungen hingezogen fühlen. Genaue Zahlen gibt es nicht, weil die meisten Pädophilen ihre Neigung verstecken, so lange sie können. Denn kaum eine Gruppe in unserer Gesellschaft wird mehr abgelehnt als Pädophile. In der Öffentlichkeit werden Pädophile häufig als sexuelle Monster abgestempelt, als böse Menschen, die nichts lieber tun als Kinder zu missbrauchen. 
Mit der Wirklichkeit hat dieses Bild wenig zu tun.
Die meisten Pädophilen verabscheuen sich selbst für ihre Phantasien und versuchen alles, um sie zu unterdrücken und nicht in die Tat umzusetzen. Nur finden sie in diesem Bemühen kaum Unterstützung. Viele Pädophile wissen nämlich sehr wohl, dass etwas nicht stimmt, und suchen Hilfe, finden sie aber nur schwer. Es fehlen Therapeuten, die sich mit Pädophilie auskennen. Das sexualmedizinische Institut der Charité in Berlin ist eine der wenigen Anlaufstellen, die seit 2005 eine Therapie speziell für pädophile Menschen anbietet. 
 
 
Quelle:sowieso.de

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